Hahnemann, CK S. 58 - 61
Zusammengestellt
von Dr. W. Mettler
Leichtes Verkälten, (teils des ganzen Körpers, teils bloß des Kopfes, des Halses, der Brust, des Unterleibes, der Füße, z.B. in Zugluft gewöhnlich bei Neigung dieser Teile zu Schweißen), und mancherlei davon, oft anhaltenden Beschwerden (Personen, die nicht psorisch sind, leiden von Zugluft oder feuchter Kälte, wenn sie ihnen auch nicht angenehm ist, keine Verkältung, keine Nachbeschwerden).
Oft einseitiges Kopfweh oder Zahnweh schon von mäßigen
Gemütsstörungen.
Öfteres Ausfallen der Kopfhaare, Trockenheit derselben, viel Schuppen
auf dem Haarkopfe.
Öfters Augenentzündungen.
Öfter oder langwieriger Stock- oder Fließschnupfen oder Katarrh
(keine epidemischen wie z.B. Grippe, Influenza); oder Unmöglichkeit,
einen Schnupfen zu bekommen, selbst bei der stärksten Veranlassung,
bei übrigem stetem Übelbefinden solcher Art.
Langwierige Verstopfung des einen oder beider Nasenlöcher.
Geschwürige Nasenlöcher (böse Nase).
Lästiges Trockenheitsgefühl in der Nase.
Nasenbluten bei Mädchen und Jünglingen (selten bei ältern),
oft von großer Heftigkeit.
Öftere fliegende Gesichtshitze und Röte, nicht selten mit
einiger Ängstlichkeit.
Blässe des Gesichts.
Weiße, oder doch sehr blasse, noch öfter rissige Zunge.
Übler Mundgeruch oft, oder fast stets, besonders früh und während
des Monatlichen, welcher entweder fade, oder säuerlich, oder wie
von verdorbenem Magen, oder moderig, auch faulig gespürt wird.
Säure-Geschmack im Munde.
Die Nacht oder früh Trockenheit im Munde.
Viel Rachenschleim.
Öftere Halsentzündung; öftere Heiserkeit.
Kurzes Frühhüsteln.
Öftere Engbrüstigkeitsanfälle.
Leerheitsempfindung im Magen.
Bald unersättlicher Hunger, bald Appetitlosigkeit.
Widerwillen gegen gekochte warme Speisen, besonders Fleisch (vorzüglich
bei Kindern).
Widerwillen gegen Milch.
Leibschneiden oft, oder täglich (besonders bei Kindern), mehr
früh.
Oft aufgetriebener Unterleib.
Harter, gewöhnlich über einen Tag zögernder Stuhl in
Knoten, oft mit Schleim überzogen (oder fast stets weicher, durchfälliger,
gähriger Stuhlgang).
Blutader-Knoten am After, Blutabgang mit dem Stuhle.
Schleim-Abgang durch den After, mit oder ohne Kot.
Jücken am After.
Meist bei Kindern: öfterer Abgang von Spulwürmern und Maden,
unleidliches Kribbeln von letzteren im Mastdarm.
Dunkler Harn.
Mangel der Regeln, Unordnung in der Monatsreinigung, zu viel, zu wenig,
zu zeitig, (zu spät), zu lange anhaltend, zu wässerig,
mit mancherlei Körperbeschwerden verbunden.
Halsdrüsengeschwülste (Skropheln).
Schlaffheit der Muskeln.
Öfterer Klamm in den Waden (den Arm- und Hände-Muskeln).
Schmerzloses Aufhüpfen einzelner Muskelteile hie oder da am Körper.
Zucken der Glieder beim Einschlafen.
Knacken einiger oder mehrerer Gelenke bei Bewegung.
Leichtes Verknicken, Verstauchen, Vergreifen dieses oder jenes Gelenks.
Bei geringer Veranlassung Einschlafen der Arme oder Hände, der
Beine oder Füße.
Leichtes Verheben, oft schon vom Tragen oder Aufheben eines kleinen
Gewichtes, oft schon vom über sich Langen und Ausstrecken der
Arme nach hohen Gegenständen (und eine Menge von dieser oft mäßigen
Streckung der Muskeln erfolgender Beschwerden: Kopfschmerz, Übelkeit,
Sinken der Kräfte, Spannschmerz in den Genick- und Rückenmuskeln
usw).
Ziehende, spannende Schmerzen im Genicke, dem Rücken, den Gliedern,
besonders an den Zähnen (bei feuchtem, stürmischen Wetter,
bei Nordwest- und Nordostwinde, nach Verkälten, Verheben, unangenehmen
Leidenschaften usw.).
Erneuerung von Schmerzen und Beschwerden in der Ruhe, die bei Bewegung
vergehen.
Die meisten Beschwerden sind des Nachts und erneuern oder erhöhen
sich bei tiefem Barometerstande, bei Nord- und Nordostwinde, im Winter
und gegen Frühling zu.
Geschwollene, erweiterte Adern an den Beinen (Aderkröpfe, Wehadern).
Gewöhnlich kalte oder inwendig schweißige Hände (Brennen
in den Handflächen).
Kalte, trockene oder übelriechende schweißige Unterfüße
(Brennen in den Fußsohlen).
Schweiß am Kopf, abends nach dem Einschlafen.
Früh-Schweiß im Bette.
Gar zu leichtes Schwitzen am Tage, bei geringer Bewegung (oder Unfähigkeit,
in Schweiß zu kommen).
Müdigkeit früh beim Erwachen; erquickungsloser Schlaf.
Unruhige, schreckhafte oder doch allzu lebhafte Träume.
Unheilsame Haut; jede kleine Verletzung geht in Verschwärung über,
rissige Haut der Hände und Unterlippe.
Öftere Blutschwäre, öftere Nagelgeschwüre (Fingerwurm).
Dürre Haut an den Gliedmaßen, Oberarmen, Oberschenkeln,
auch wohl auf den Backen.
Hie oder da eine rauhe, sich abschuppende Stelle der Haut, die zuweilen
wohllüstiges Jücken und, nach dem Reiben, Brennen verursacht.
Hier oder da zuweilen, obgleich selten, ein einzelnes, unleidlich wohllüstig,
aber unerträglich jückendes Bläschen, in seiner Spitze
bald mit Eiter gefüllt und nach dem Reiben ein Brennen verursachend,
an einem Finger, an der Handwurzel oder sonst wo.
Neigung zu Rotlauf (Rose).
Frostbeulen und Frostbeulen-Schmerz außer der strengen Winterkälte,
auch wohl selbst im Sommer.
Hühneraugenschmerz, ohne äußeren Druck der Schuhe .
Symptome der latenten Psora (PDF)
© 2001, Dr. Wolfgang Mettler